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Renate´s Blog

Die Sehnsucht nach dem Neuen und die gleichzeitige Angst vor dem Unbekannten

 

Ganz ehrlich, Hand auf´s Herz! Wie oft haben Sie sich schon dabei erwischt, sich zu wünschen, dass Ihr Leben oder manche Lebensbereiche anders wären? Wie oft hatten Sie schon den Gedanken, dass Sie gerne alles ändern würden?

Genau in diesen Momenten stellt man sich eine wunderbare Zukunft vor. Ein ferner Zeitpunkt in dem alles schön, leicht, friedlich und erfüllt ist. Man ist erfolgreich, verdient genug Geld, hat eine glückliche Beziehung und fühlt sich erfüllt. In dieser Zukunft meistert man Herausforderungen mit Bravur, löst emotionale Hemmungen mit Links und ist stets besonnen und klar.

Und dann…. Bäm! Hier kommt die Realität. Genau jetzt schalten sich die Gedanken dazu ein. Gedanken, die einem einreden, dass es solch eine Zukunft nicht gibt oder dass man diese Version von einem selbst in diesem Leben nicht erreicht. Oder, oder, oder. Die Kreativität der „Blockierer“ kennt hier keine Grenzen.

Und mit diesen Gedanken zieht die Angst in unser System ein. Oder besser formuliert, wir werden uns in diesen Momenten unserer Angst - die bereits vorhanden war - bewusst.

Doch warum fühlen wir denn überhaupt Angst, wenn unsere Vorstellung so wundervoll scheint?

Ich denke nicht, dass es die Angst vor einem glücklichen Leben ist. Ich sehe hier mehr die Angst vor dem Unbekannten. Wir sind es so gewöhnt alles vorauszuplanen. Die Kontrolle über unser Leben zu haben. Auch wenn es nicht das Leben ist was wir uns wünschen, wir kennen es und können es zumeist vorhersehen und einordnen. Auch wenn es keine oder nur ganz selten enorme Glücksmomente für uns bereithält, dafür gibt es auch wenig „böse Überraschungen“. Dafür bekommen wir das Gefühl von Sicherheit und für diese Sicherheit sind wir bereit unsere Kreativität und unser Potenzial zu unterdrücken. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich meine nicht die Sicherheit, die aus dem Inneren heraus emporsteigt und unser Tun mit dem Feuer der Überzeugung erfüllt. Nein, ich spreche von der Sicherheit im Leben, dass uns unsere innere Angst nicht spüren lässt.  Die Angst vor dem Unbekannten.

Was würde denn geschehen, wenn wir uns auf einen neuen Weg einlassen? Und dieser Weg muss nicht immer gleich bedeuten, dass man das ganze Leben umkrempelt. Es kann auch mal nur ein neuer Spazierweg bedeuten, und darauf zu achten welche neuen Menschen oder Situationen man begegnet. Oder man sieht sich im Kino eine neue Art von Film an und lässt sich auf neue Erfahrungen ein. Oder, oder, oder. Auch hier kennt die Kreativität der „Möglichkeiten“ keine Grenzen.

Es geht nicht immer gleich darum den Mount Everest zu besteigen. Nein! Auf keinen Fall. Die kleinen Schritte machen´s oft im Leben aus. So kann man lernen, die innere Sicherheit zu nähren und innerlich zu verankern, und die Angst vor dem Unbekannten kann sich in Freude und Neugierde auf´s NEUE wandeln.

Hab ich Ihre Lust auf was Neues geweckt?

 

Dann schenke ich Ihnen hier eine kurze Atemübung zum Mitmachen und erforschen……

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Christian Thalhammer (Dienstag, 14 April 2020 17:59)

    Sehr inspirierend, toller Beitrag und ermutigt zur Veränderung! Top :)

  • #2

    Georg (Mittwoch, 15 April 2020 19:51)

    super renate du sprichst mir aus den herzen - hoffe wir sehen uns wieder mal-bleib gesund!!