· 

In Zeiten wie diesen.... Blog 8

In Zeiten wie diesen…. ist mir vor kurzem ein spannender Satz untergekommen zu dem großen Thema unserer Zeit:

                                 

Das Wort Freiheit

"Die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden." (Rosa Luxemburg)

 

Was bedeutet der Satz damals und gilt er auch heute noch? Das war doch relevant im letzten Jahrhundert und heute ist eine ganz andere Zeit?!? 

Rosa Luxemburg war im ersten Weltkrieg eine Frau, die sozialpolitische Veränderungen gefordert hat. Sind wir heute nicht ebenfalls dabei sozialpolitische Veränderungen zu fordern – natürlich mit neuen Möglichkeiten der Kommunikation, einem Frieden in Europa (seit 75 Jahren!) und einer europäischen Gemeinschaft – 27 Staaten mit ihren ganz speziellen Themen!

Eines ist jedoch gleichgeblieben: Die Angst und damit das Gefühl von Ohnmacht, dass nun jeder einzelne, aufgrund einer weltweiten Kommunikations-Überflutung, für sich empfinden und herausfinden kann!

Um nun nochmal auf obigen Satz zu kommen: auf welcher Basis kann ich die Freiheit des Andersdenkenden akzeptieren ohne mich bedroht, angegriffen oder verurteilt zu fühlen?

In Zeiten wie diesen entwickelt sich jedoch eine neue Lebenswirklichkeit, die sehr viel Flexibilität, Neugierde, Offenheit, Mut, Menschlichkeit, Gemeinschaft, Teamwork, Vertrauen und Mitgefühl von uns (ab)verlangt und somit viele alte in uns wohnende und gelernte Handlungen in Frage gestellt werden. Wieviel erlaube ich mir auf- oder abzugeben um von der äußeren Abhängigkeit in meine innere Sicherheit zu wandern beziehungsweise, erstmal anzufangen sie überhaupt wahrzunehmen und zu spüren!

Wir können unseren Blick nach innen wenden, den Geist und das Gefühl schulen seine ureigene Wahrheit und Essenz zu erkennen und zu benennen, gleichzeitig auch die eigenen Gedanken beobachten, ohne davon abhängig zu werden, sondern sie dann, wie Wolken, weiterziehen lassen.

Energie folgt der Aufmerksamkeit – ein Satz, den die meisten von euch kennen – wo befindest du dich mit dir und in dir gerade, jetzt im Moment?

                              Dieses Gedicht beschreibt es treffend:

Gott, gib mir die Gelassenheit

Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann

Den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann

Und die Weisheit

                       dass eine vom andern zu unterscheiden!     

                                                                                                                                                           R. Niebuhr

 

       

(P.S. Das Wort Gott kann mit deinem Glauben an eine höhere Macht ersetzt werden) 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0